Wirksame Strategieprozesse – aber wie?

Das Dilemma vieler Strategieprozesse besteht darin, dass viel Papier produziert wird und lange Diskussionen oft zu mehr Verwirrung führen als zur Orientierung. Wenn wir Strategie als Handlungsanleitung für Zukunftsgestaltung verstehen, dann müssen einige Kriterien erfüllt sein, die ich hier aus der Reflexion vieler Einzelprojekte zusammenfasse.

Ein wirksamer Strategieprozess braucht…

  • eine abgestimmte Ausrichtung aller beteiligten Organisationen und Personen zu Markt- und Binnenstrategie – lang- und kurzfristig.

  • eine klare Orientierung zu Wendepunkten und Weichenstellung durch das Top-Management.

  • konkrete, kurzfristige (d. h. einige Monate bis max. 1 Jahr) Meilensteine, die durch die betroffenen Organisationseinheiten selbst entwickelt und agil bearbeitet werden.

  • gleichzeitige top-down- (deduktiv) und bottom-up- (induktiv) Prozesse und Gestaltung von Dialogräume für das Alignment der unterschiedlichen Perspektiven.

  • Methoden und Instrumente, die Nahtstellen zwischen Strategie – Budget – Zielvereinbarung sicherstellen.

  • die Einbindung aller Veränderungs- und Change-Projekte in den Strategieprozess. Change Management ist ein integrierter Teil von Strategie.

  • die Gestaltung der Aufbau- und Ablauforganisation als Konsequenz bzw. als Voraussetzung der strategischen Ausrichtung.

  • Arbeitsformen, die den Strategieprozess auch nutzen, um die Unternehmenskultur weiterzuentwickeln.

Die Wirkung von erfolgreichen Strategieprozessen

Führungskräfte… können leichter loslassen (vom Detailsteuern, Kontrollieren). Es entsteht Sicherheit.

MitarbeiterInnen… können Verantwortung übernehmen. Es entstehen agile Handlungsspielräume und Empowerment.

Schlüsselpersonen… sind in ihrem Denken und Handeln abgestimmt. Es entsteht Alignment.

Organisation… die Strategie- und Umsetzungsprozesse sind besser vernetzt und gekoppelt. Es entsteht Transparenz und Konsequenz.


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